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Katharina Schmidt, 20 Jahre
Im Gegensatz zu Jesus bin ich, wie heutzutage die meisten Menschen, schon als Kind getauft worden. Ich war ungefähr 2 Jahre alt und kann mich deswegen nicht mehr daran erinnern. Alles was ich weiß ist, das meine Eltern mich, gegen meinen Willen, in ein Kleid gesteckt haben, und ich glaube, ich hab ziemlich viel geweint. Aber mit der Taufe war ich in eine Gemeinde aufgenommen und meine Eltern haben abgesichert, das ich christlich erzogen werde. Als Zeugen haben damals die Paten fungiert. Später habe ich diesen Entschluss meiner Eltern mit der Konfirmation selber noch einmal bestätigt.
Ich denke aber, die Taufe an sich war nicht, dass meine Eltern in irgendeiner Form versprochen hätten, dass ich mein Leben lang Gottes Wegen folge. Das können Eltern ja auch schlecht versprechen. Ich denke bei der Taufe an sich hat Gott zu mir gesagt „Du bist mein Kind und ich hab dich lieb, egal was du tust.“
Mein „Ja“ zu Gott muss ich später selber sagen. Meine Eltern haben mich taufen lassen, damit sie wissen können, dass Gott auf mich aufpasst, zumindest solange, wie ich nicht fähig war, eine so wichtige, Entscheidung zu treffen. Immerhin gibt man ja Gott sein Leben.
Aber Taufe ist eben auch, dass Gott uns als seine Kinder annimmt. So wie es bei Jesus war. Gott hat gesagt „Dies ist mein geliebter Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe.“
Die Taufe ist ein Erlebnis was einen durch das ganze Leben hinweg begleitet, wenn man es zulässt. Gott sagt „JA“!
In diesem Taufstein wurde Martin Luther vor 525 Jahren getauft.
Gottesdienst zur Tauferinnerung