Am 31.8.08 ist für die Kirchengemeinde St. Andreas-Nikolai-Petri ein großer Tag. An diesem Tag werden die Glocken der St. Petri-Pauli-Kirche nach über 10 Jahren wieder in Betrieb genommen.
Auf das Läuten musste verzichtet werden, weil der Kirchturm erhebliche Bauschäden aufwies. Das Vorhaben, die Glocken wieder zum Läuten zu bringen, hat die Kirchengemeinde seit 2001 in vielen Sitzungen und mehreren Bauabschnitten beschäftigt. In den vergangenen Jahren konnte nur mit Hilfe mehrerer Stiftungen und der Lutherstadt Eisleben der Kirchturm, der Glockenstuhl und das Geläut saniert werden. Dass Fördermittel in beträchtlicher Höhe bewilligt wurden, zeigt, was für ein großer Schatz dieses Geläut ist.
Es handelt sich um ein dreistimmiges Geläut, das vollständig aus spätgotischer Zeit stammt. Die Glocken wurden von Paul Moes in den Jahren 1499 (Große Glocke) und 1509 (mittlere und kleine Glocke) gegossen und sind über die Jahrhunderte erhalten geblieben. Die große Glocke hat einen Durchmesser von 1,95 m und wiegt mindestens 4 Tonnen. Der Ton der Glocke (As) ist so tief, wie es sonst nur bei großen Domen üblich war.
Am 31.8.08 wird das Geläut im Rahmen des Gottesdienstes wieder in Betrieb genommen. Der Gottesdienst beginnt 10:00 Uhr. Anschließend findet eine kleine Feier mit Imbiß statt. Dazu wird herzlich eingeladen.
In diesem Taufstein wurde Martin Luther vor 525 Jahren getauft.
Gottesdienst zur Tauferinnerung